Es gibt nur wenige Filmemacher, die so einflussreich und zugleich so beliebt sind wie Richard Linklater. Der Regisseur und Autor ist bekannt dafür, die Möglichkeiten des Mediums Film immer wieder neu auszuloten und dabei unverwechselbar originelle Werke zu schaffen – seien es die entspannt-naturalistischen Filme der „Before“-Trilogie (1995–2013) oder die eigenwillig animierten Arbeiten wie „A Scanner Darkly - Der dunkle Schirm“ (2006) und „Apollo 10½: Eine Kindheit im Weltraumzeitalter“ (2022). Linklater inszenierte ebenso charmante Komödien wie „School of Rock“ (2003) oder „Bernie” (2011), wie auch bewegende Coming-of-Age-Epen à la „Boyhood“ (2014), den er über zwölf Jahre mit derselben Besetzung drehte. Schon seine frühen Kultfilme „Slacker“ (1990) und „Dazed and Confused“ (1993) machten deutlich, dass Linklater keine Angst hat, erzählerische und formale Grenzen zu sprengen. Trotz all seiner Experimentierfreude versteht er es meisterhaft, Geschichten zu erzählen, ganz egal ob er aus einer schlichten Idee ein faszinierendes Drama bastelt wie in „Blue Moon“ (2025) oder faszinierende Stoffe wie „Bernadette“ (2019) und „A Killer Romance“ (2023) adaptiert. Als Cineast zollt Linklater dem Kino immer wieder in seinen Filmen Tribut. Sein „Nouvelle Vague“ (2025) ist in diesem Sinne eine liebevolle Hommage an die gleichnamige französische Filmbewegung.
